Speichern, Stabilisieren,
Versorgen
Batteriespeicher sind für die Zukunft der Energieversorgung von großer Bedeutung: Sie tragen zur stärkeren Nutzung erneuerbarer Energien bei, indem sie Strom bei hohem Angebot aufnehmen und bei steigender Nachfrage abgeben. Sie gleichen zudem Schwankungen im Stromnetz in Sekundenbruchteilen aus und halten so die Netzfrequenz stabil.
Strom speichern, Preise senken
Batterie-Energiespeichersysteme (kurz BESS) sind Anlagen, die Strom aus dem Stromnetz entnehmen und zwischenspeichern. Wir planen in Twistetal mit Lithium-Ionen-Batterien, wie sie auch in Smartphones, Laptops und Elektroautos stecken, nur in deutlich größerem Maßstab.
Der Speicher nimmt Strom auf, wenn mehr Energie verfügbar ist als gerade gebraucht wird, etwa in den sogenannten Mittagsspitzen von Solarstrom. Ohne Speicher bleibt dieser günstige Grünstrom oft ungenutzt. Steigt die Nachfrage später wieder, etwa abends, gibt der Speicher die Energie zurück ins Netz. Andernfalls müssten dafür Kohle- oder Gaskraftwerke hochgefahren werden, die wegen ihrer Brennstoffkosten deutlich teurer sind und den Strompreis in diesen Stunden in die Höhe treiben.
Indem der Speicher genau diese teuren Kraftwerke ersetzt, sinkt der Strompreis am Großhandelsmarkt in den entsprechenden Stunden, ein Beitrag zu einem insgesamt günstigeren Energiesystem.
Warum unser Netz einen
Stossdämpfer braucht
Im Stromnetz müssen Erzeugung und Verbrauch in jedem Moment exakt im Gleichgewicht sein, nur so bleibt die Netzfrequenz stabil. Weicht sie zu stark ab, drohen Störungen bis hin zu großflächigen Stromausfällen.
Bisher übernehmen meist Gaskraftwerke diesen Ausgleich. Ihre rotierenden Turbinen federn Frequenzschwankungen durch ihre Schwungmasse im ersten Moment automatisch ab, echte Regelleistung liefern sie aber erst nach mehreren Minuten. Batteriespeicher stellen diese Primärregelleistung über ihre Wechselrichter in Millisekunden bereit und werden so zum elektronischen Stoßdämpfer fürs Netz, gerade wichtig bei wachsendem Anteil an Wind- und Solarstrom.
So ist der Batteriespeicher Twistetal aufgebaut
Die Anlage in Twistetal hat eine geplante Leistung von 400 Megawatt und eine Speicherkapazität von 1.600 Megawattstunden. Dafür sind rund 350 Batterie-Container vorgesehen – in sich geschlossen, mit eigener Brand- und Sicherheitstechnik. Hinzu kommen separate Gebäude für Wechselrichter und Transformatoren, die den Strom beim Laden und Entladen jeweils passend umwandeln.
Über unterirdische Kabel ist die Anlage direkt mit dem TenneT-Umspannwerk Twistetal verbunden. Das war bei der Standortwahl entscheidend: Die Nähe zur bestehenden Netzinfrastruktur ist technisch notwendig. Sie sorgt für kurze Wege, minimiert Leistungsverluste und den Eingriff in Landschaft und Boden.
Für Twistetal stimmen wir das Sicherheits- und Brandschutzkonzept mit der örtlichen Feuerwehr und den zuständigen Behörden ab.
FAQ
Sie haben weitere Fragen zur Technik? In unseren häufig gestellten Fragen finden Sie Antworten zu Brandschutz, Betrieb, Lautstärke und mehr.