Unsere Antworten auf Ihre Fragen
Standort & Planungsprozess
Im November 2025 hat die Gemeindevertretung den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst. Das ist der offizielle Startschuss für das Planungsverfahren. Im Sommer 2026 läuft die frühzeitige öffentliche Beteiligung zum Vorentwurf, bei der Bürger:innen und Behörden erste Stellungnahmen einreichen können. Danach folgen der Planentwurf und die förmliche öffentliche Auslegung, bei der erneute Stellungnahmen möglich sind. Parallel läuft das Änderungsverfahren des Flächennutzungsplans in der Gemeinde. Den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan durch die Gemeindevertretung Twistetal streben wir für Anfang 2027 an, mit der Genehmigung und Finanzierung rechnen wir im Frühjahr 2027. Danach kann der Bau beginnen. Die Inbetriebnahme ist Mitte 2029 geplant.
Der Standort liegt in unmittelbarer Nähe des 380-kV-Umspannwerks Twistetal. Die Lage ermöglicht einen effizienten, netzdienlichen Anschluss. Auch der Landesentwicklungsplan Hessen und der Regionalplan Nordhessen unterstützen die Ansiedlung von Speicheranlagen in Netznähe. Hinzu kommt: Die Gemeinde Twistetal engagiert sich schon seit über zehn Jahren für Erneuerbare Energien und Klimaschutz. Auch das macht die Gemeinde zu einem passenden Standort für dieses Projekt.
Nein. Die Fläche hat mit einer Ackerwertzahl von durchschnittlich rund 40 einen für die Region unterdurchschnittlichen Ertragswert.
Geplant sind Lithium-Ionen-Batterien: Eine ähnliche Technologie wie in Smartphones oder Elektroautos, nur in deutlich größerem Maßstab.
Die Anlage wird über ein Erdkabel direkt an das 380-kV-Umspannwerk Twistetal von TenneT angeschlossen. Eine neue Freileitung ist nicht nötig. Der Anschluss ans Höchstspannungsnetz ermöglicht die Ein- und Ausspeisung großer Strommengen und macht den Speicher damit dort wirksam, wo er gebraucht wird: Er entlastet Netzengpässe, unterstützt die Stabilität des Übertragungsnetzes und verbessert die Integration von Wind- und Solarstrom im gesamten Stromnetz.
Ja. Im Rahmen der Bauleitplanung wird die Öffentlichkeit gesetzlich beteiligt: Sowohl zum Flächennutzungsplan als auch zum Bebauungsplan gibt es Auslegungsfristen, in denen alle Stellungnahmen einreichen können. Diese werden von der Gemeinde geprüft und in die Abwägung einbezogen.
Die Steuerung des Projekts erfolgt durch das deutsche Projektteam von Statera. Unsere britischen Teams sind seit 2015 in der Branche aktiv und haben seitdem fast 20 Batteriespeicherprojekte in Großbritanniens realisiert – darunter Thurrock Storage mit 300 Megawatt und Carrington Storage mit 680 Megawatt. In unserer Pipeline sind derzeit Projekte mit einer Kapazität von 16 Gigawatt.
In Twistetal setzen wir unser erstes Projekt in Deutschland um. Die Umsetzung übernehmen deutsche Fachunternehmen, unter der gemeinsamen Leitung unserer deutschen und britischen Kolleginnen und Kollegen. Wir entwickeln, bauen, besitzen und betreiben unsere Anlagen selbst und bleiben damit auch für den laufenden Betrieb verantwortlich. Während des Betriebs übernehmen wir mit der Statera Energy Operations GmbH die technische und kaufmännische Betriebsführung und sorgen so für eine vollumfängliche Betreuung der Anlage rund um die Uhr – mit Technikern und Experten vor Ort und in der Leitwarte.
Ein sauberes Energiesystem braucht unterschiedliche Bausteine, die über Sekunden, Stunden und länger hinweg zusammenwirken. Keine einzelne Technologie kann das allein leisten. Batteriespeicher übernehmen dabei die schnelle Reaktionszeit: Sie nehmen Strom auf, wenn viel davon im Netz vorhanden ist, etwa bei starkem Wind oder Sonnenschein, und geben ihn ab, sobald das Netz es braucht. So helfen sie, mehr erneuerbaren Strom nutzbar zu machen, die Netzfrequenz stabil zu halten und den Bedarf an fossilen Kraftwerken zu senken – ein zentraler Baustein auf dem Weg zur Energiewende.